RA-Micro: Mangelware statt Workflow

MangelwareEin entscheidendes Kriterium, warum wir uns für RA-Micro entschieden haben, war die Vielfältigkeit der angebotenen und angekündigten Features. Hier seien beispielhaft

  • die Online-Services,
  • der in die Kanzleisoftware integrierte mobile Arbeitsplatz oder
  • der E-Workflow
  • genannt.

Wenn wir uns aber tagtäglich mit nicht beseitigten Mängeln beschäftigen oder über neu geschaffenen Fehlfunktionen, die mit der Mängelbeseitigung „implementiert“ wurden, ärgern müssen, ist an einer Nutzung der angebotenen Module gar nicht zu denken.

Die Mangelware „RA-Micro“ hat nach dem Update für einen ganz erheblichen Rückschritt im Kanzlei-Workflow gesorgt. Darunter leidet nicht nur unsere gesamte Kanzleiarbeit, sondern – und das steht für uns im Vordergrund – macht ganz schlechte Laune.

Es ist bedauerlich, wenn RA-Micro trotzdem den vollen Preis verlangt, ohne die versprochenen Leistungen zu erbringen. Zu diesem Thema gibt es dann noch einen eigenen Blogbeitrag.

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Bild: © figaro_8888 / pixelio.de

6 Comments for “RA-Micro: Mangelware statt Workflow”

says:

Gerade den E-Workflow fand ich aus der Ferne betrachtet ziemlich durchdacht. Wir sind mit unserer Lösung abseits dieser in Entwicklung befindlichen Funktionalität sehr zufrieden (wir benutzen Advolux, aus Berlin übrigens 😉 ).

Mich würde schon sehr interessieren, wo es bei dem großen Konkurrenten hakt – wenn Sie die Zeit finden, in Ihrem nächsten Blog-Beitrag zu diesem Thema ein paar Details zu schildern, wird uns das sicher helfen, bei der geplanten Einführung der E-Akte solche Stolpersteine zu vermeiden.

Danke!

  • Bleiben Sie am Apparat. Es gibt hier jetzt jeden Tag einen neuen Erlebnisbericht. Die Beiträge bis zum Ende des Monats sind bereits fertig geschrieben. crh

S. Pöllot

says:

Gerade den E-Workflow unter RA-Micro halte ich (also langjährige Nutzerin) für sagenhaft umständlich. Ein papierloses Arbeiten ist damit meiner Meinung nach nur in sehr kleinen Büros möglich. Nicht nur, dass es vier oder fünf Plattformen braucht, um den Weg des Papiers nachzubilden (E-Postfach, E-Postkorb, E-Akte, E-Brief…), was zu einem dauernden Hin- und Herklicken führt – vor allem das Herzstück der Arbeit, die E-Akte, ist unglaublich schwerfällig und ermöglicht so keine effiziente Sachbearbeitung.
Selbstverständlichkeit anderer DMS-Anbieter (Folierung, Notizen, Volltextsuchen) werden nicht angeboten oder funktionieren nicht.
E-Workflow und RA-Micro – das geht für mich gerade nicht zusammen!

says:

Aufgrund der freundlichen Mitteilung aus dem mütterlichen Kanzlei-Blog, dass sich ein neues filiales Themenkapitel aufschlagend netzlich etabliert, habe mich zum Zwecke des Nachlesens aufgemacht.

Man möge mir nachsehen, dass ich persönlich emotional nicht sonderlich involviert bin. Ich gebe aber zu Protokoll, dass ich mich sehr glücklich schätze, diese Probleme nicht am eigenen Leibe zu verspüren.

Die Weichwaren-Branche ist im Entwicklungs-Hochdrucksegment angesiedelt. Sie basiert nahezu auf vollumfänglich humaner Kreativität und Dienstleistung. Um das ins Verdienen zu bekommen, muss die Leistung (Arbeit pro Zeit) auf hohem Niveau liegen. Da die harte Realität die feuchten Entwicklerfantasien sehr oft ein- und überholt, wird mit zweckgebundenem Optimismus die Testphase gegenregulatorisch verkürzt und profitabel autschgesourced (das Bananen-Prinzipt, das schon blöglich behandelt wurde!). Es kommt oft so, wie es kommen muss und darüber wird nun berichtet.

Zurecht, wenn traditionelle Wege nur einseitig fruchten (beim Kunden Bananen, beim Hersteller nichts). Bei dem Aufarbeiten wünsche ich zahlreich digitales Gehör und den damit zu erwartenden Erfolg (im Sinne einer produktiven Lösung). Die Suchmaschinen werden es genüsslich fressen und den Hochglanzversprechen gegenüberstellen.

Es wird mir ein Augenschmaus sein, hier im Sinne eines „Kriminalromans“ regelmäßig mitlesen zu können.

blogspargel

says:

Also, ehrlich gesagt, ich habe hier ein Verständnisproblem. Ich bin seit 30 Jahren EDV-Berater und betreue genauso lange eine Rechtsanwaltskanzlei, die seit über 10 Jahren RA-Micro einsetzt. Was gerade Anwälte als Anwender sich hier gefallen lassen, ist für mich unverständlich. Käme ein Mandant zu ihnen mit einem entsprechenden Problem, dann würde der Vertrag gewälzt und der Anbieter mit einer Klage inkl. Schadensersatzforderung überzogen, dass es ihm schwindlig wird und er auf allen Vieren ankommt, das Problem zu lösen. Alles schon erlebt, auch in deutlich größeren Dimensionen, aber andere Branchen.
Im eigenen Fall wird von der Kanzlei nur gejammert, anstatt seine Rechte wahrgenommen. Das habe ich meinem Kunden auch schon gesagt. Die Antwort ist ungläubiges Staunen.
Darf oder kann ein Anwalt nicht seine eigenen Interessen vertreten?

Non Nomen

says:

Zu diesem Thema gibt es dann noch einen eigenen Blogbeitrag.

Mit Aktenzeichen?