RA-Micro: Nach dem Update 2016

Etwa 90 Prozent der Korrespondenz mit unseren Mandanten erledigen wir über die WebAkte. Die hervorragende Integration dieses Moduls in die Kanzleisoftware von RA-Micro war für uns das entscheidende Kriterium bei der Auswahl. RA-Micro und der Hersteller der WebAkte – die e.Consult AG aus Saarbrücken – haben eng zusammen gearbeitet, um ein anwenderfreundliches Instrument zu schaffen.

Dann kam das RA-Micro-Update 2016. Hier mal eine erste Fehlermeldung, die eine unserer Assistentinnen an den Support geschrieben hat – am ersten Tag nach der Update-Installation.

RA-Micro - Fehler beim Einscannen

Wir haben die Zeit nicht gemessen, die wir mit vergeblichen Versuchen verbracht haben, den Murks, der uns mit dem Update in die Kanzlei gebracht wurde, zu reparieren. Dazu kommen noch die vergeblichen Versuche, jemanden an der Hotline („… dann drücken Sie bitte die 2 …„) zu erreichen und schließlich das Ausfüllen dieses Supportformulars mit all den Daten, die wir RA-Micro eigentlich schon gefühlte hundert Mal übermittelt haben.

Das war aber nicht der einzige Fehler, der uns präsentiert wurde. Dazu mehr, viel mehr im nächsten Beitrag …

10 Comments for “RA-Micro: Nach dem Update 2016”

says:

Ich fühle mit Ihnen. Gerade wenn man vor dem Wechsel reichlich recherchiert hat und jetzt so enttäuscht wird.

Alles Wuscht

says:

Mir gefällt ihr rigoroser Umgang damit. Sie nehmen sich die Zeit und auch Geld in die Hand um hier glasklar Kante zu zeigen.

Wenn sich jetzt nicht langsam die Fa. Micro bewegt, werden damit ein paar lukrative Neuabschlüsse bei Kollegen nicht zu Stande kommen. Spätestens nach der Lektüre hier fühlt man mit ihnen und möchte nicht mehr selber ins Schlangenbad springen.

Haben sie mal grob überschlagen was ihnen diese Sauerei (neben den Nerven) bisher gekostet hat?

Carsten R. Hoenig

says:

@ Alles Wuscht:
RA-Micro bietet die Erfassung des zeitlichen Aufwands an. Dieses Modul nutzen unsere Assistentinen und ich auch für die Fehlerbearbeitung.

Die Durchsetzung von zivilrechtlichen Schadensersatz-Ansprüchen ist der eine Weg, der – insbesondere für einen Strafverteidiger – recht steinig ist. Außerdem mag ich nicht gern in eigener Sache die Hilfe von Richtern in Anspruch nehmen („man weiß nie, wohin sie torkeln“). Deswegen nutze ich die Fähigkeit, die ich an anderer Stelle – z.B. als Blogger, und damit auch als Journalist – gelernt habe.

Man muß wissen, an welcher Stelle man kneifen muß, damit es richtig wehtut.

Nebenbei: Das mit diesem Weblog hier ist noch nicht alles. Ich habe noch ein paar weitere schöne Ideen zur Eskalation … Manche Kanten drücken richtig bös‘ ins Kreuz.

Matthias

says:

Anwenderfreundlich heißt aber sicher nicht aus der Sicht der Kunden (falls Sie Mandanten so nennen).
Anwenderfreundlich wäre die Webakte dann, wenn Sie einfach und selbsterklärend (so wie andere Mailprogramme auch) funktionieren würde.
Da musste wohl ein Designer beweisen, dass es auch ganz besonders umständlich geht.

says:

Wir haben uns auch mal an der WebAkte versucht, allerdings konnte diese nicht ein einziges Mal tatsächlich funktionionsfähig in Betrieb genommen werden.
Weder RA-Micro noch e.consult konnten hier so richtig weiterhelfen. Stattdessen schiebt es der eine auf den anderen…

  • Wir arbeiten seit vielen Jahren mit der WebAkte, haben noch zu Zeiten des seligen Phantasy damit begonnen. Es gibt Optimierungsbedarf, sicher, wie überall. Im Grunde ist es aber ein System, was hier seit über 10 Jahren rundläuft. Bis zu dem RA-Micro Update 2016 …

    Aber das bekommen wir auch wieder in den Griff. Ich bin da absolut sicher. 😉 crh

says:

Diese Programme können zuviel. Oder besser: Sollen zuviel können, jedenfalls nach dem Willen der Hersteller, die sich ihre eingebauten Gimmicks doppelt bezahlen lassen: Über den Preis für die Software und in Form hoher Supportkosten. Das ist der falsche Weg, richtig ist: Wir brauchen als anwaltliche Anwender ein simples möglichst selbsterklärendes Programm, das nach kurzer Einweisung von jeder Büroaushilfe bedient werden kann. Es muss auf Knopfdruck funktionieren, ohne dauernd abzustürzen oder nervende Fehlermeldungen zu produzieren. Es muss wirklich nicht alles können, aber was es können soll, muss es auch zuverlässig können. Fertig.

Carsten R. Hoenig

says:

Ein weiterer Kommentar – RA Knok aus einer Kanzlei mit 18 Arbeitsplätzen – findet sich unter dem Blogbeitrag zu diesem Thema auf unserer Website.