RA-Micro: Gut, daß wir drüber geredet haben

222896_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.deDie Erfahrung aus zwei Jahrzehnten Strafverteidigung hat sich einmal mehr bestätigt: Die größten Probleme entstehen immer dann, wenn man nicht miteinander spricht.

Deswegen hat es am Dienstagmorgen ein Gespräch gegeben: Hochrangige Vertreter unserer Kanzlei hatten hochrangigen Besuch von RA-Micro.

Es hat sich ein fruchtbares Gespräch entwickelt, das von zwei engagiert vorgetragenen Opening Statements eingeleitet wurde. Es hat ein die Luft reinigendes Donnerwetter gegeben.

Unsere Kritik machte sich im Wesentlichen daran fest, daß wir das Gefühl bekommen hatten, nicht ernst genommen zu werden. Die Delegation aus dem Europa-Center reklamierte nachdrücklich meine Pöbeleien Angriffe auf die Macher von RA-Micro, im Blog und in meinen Schreiben an die Geschäftsleitung.

Trotz der unterschiedlichen Sprachen – hier der Strafverteidiger mit dem Bidenhänder, dort der situierte Zivilist mit dem Florett – haben wir uns schließlich verstanden. Schließlich fuchteln wir ja um dieselbe Sache.

Wir konnten in der reinen Luft die Ziele sehen:

  • Unsere Kanzlei möchte eine Software, mit der sie entspannt arbeiten kann.
  • RA-Micro möchte Kunden, die mit der „verkauften“ Software – und dem Support – zufrieden sind.

Die Basis für diese Ziele ist ein gegenseitiges Vertrauen. Das soll wird nun wiederhergestellt werden.

Das heutige Gespräch war ein sehr guter Anfang. Dafür und für den Besuch in unserer Kanzlei bedanke ich mich bei unseren Gästen.

Nur eines nehme ich den Besuchern krumm:
Unseren leckeren Caffè haben sie nicht haben wollen. Aber deswegen das Blog hier weiterzuführen? Das isses nich Wert. 😉

So Long, liebe Blogleser, and Thanks For All the Fish.

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Bild: © RainerSturm / pixelio.de

RA-Micro: Sparen können wir auch

303764_web_R_K_B_by_Rita Köhler_pixelio.deEines der Grundprinzipien unserer Kanzlei lautet: Für gute Arbeit gibt es gutes Geld. So achten wir bei den Dienstleistungen, die wir in Anspruch nehmen, zuvorderst auf die Qualität, erst dann auf die Kosten.

Wir haben kein Problem damit, für die Leistungen der Handwerker, Copyshops, Techniker, Designern und Reinigungskräften den verlangten „Lohn“ zu zahlen.
Keine Abzüge, kein Handeln, nichts dergleichen.

Es gelingt uns auch in der Regel, Rechnungen noch am Tage ihre Eingangs zu bezahlen.

Ich buche auch keine Billigflieger, suche mir keine „Schnäppchen“ bei Mietautos und fahre – mit BahnCard – in der ersten Klasse. Sparen tue ich das Fett im Essen.

Wenn mir allerdings für das Geld, was von mir verlangt wird, nur Schrott angeboten wird, dann gibt es eben auch nur Schrottpreise dafür.

RA-Micro hat nach meinem Eindruck am falschen Ende gespart: An der sauberen Programmierung, an Probeläufen mit Betatesters, am Support und an der Mangelbeseitigung.

Seit Januar spare ich jetzt auch. An den Kosten für die Kanzleisoftware.
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Bild: © Rita Köhler / pixelio.de

RA-Micro: Mangelware statt Workflow

MangelwareEin entscheidendes Kriterium, warum wir uns für RA-Micro entschieden haben, war die Vielfältigkeit der angebotenen und angekündigten Features. Hier seien beispielhaft

  • die Online-Services,
  • der in die Kanzleisoftware integrierte mobile Arbeitsplatz oder
  • der E-Workflow
  • genannt.

Wenn wir uns aber tagtäglich mit nicht beseitigten Mängeln beschäftigen oder über neu geschaffenen Fehlfunktionen, die mit der Mängelbeseitigung „implementiert“ wurden, ärgern müssen, ist an einer Nutzung der angebotenen Module gar nicht zu denken.

Die Mangelware „RA-Micro“ hat nach dem Update für einen ganz erheblichen Rückschritt im Kanzlei-Workflow gesorgt. Darunter leidet nicht nur unsere gesamte Kanzleiarbeit, sondern – und das steht für uns im Vordergrund – macht ganz schlechte Laune.

Es ist bedauerlich, wenn RA-Micro trotzdem den vollen Preis verlangt, ohne die versprochenen Leistungen zu erbringen. Zu diesem Thema gibt es dann noch einen eigenen Blogbeitrag.

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Bild: © figaro_8888 / pixelio.de

RA-Micro: Das Elend begann mit dem Update

734870_web_R_by_Bildergott_pixelio.deIm August 2014 haben wir umgestellt – von der DATEV-Software auf RA-Micro. Unsere Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Erst nach umfangreichen Recherchen und dem Studium zahlreicher Erfahrungsberichte haben wir uns die Berliner Software-Schmiede ausgesucht.

Folgende essentialia negotii waren entscheidend:

Zukunftssicherheit.
Wir wollten keinen „kleinen, aber feinen“ Entwickler, der zwar flexibler arbeiten kann als so ein Dickschiff. Aber wie es eben so ist im Leben: Die weite Verbreitung der Software und die Größe des Unternehmens sind Hinweise darauf, daß ich meinen Ruhestand noch vor dem Aus dieser Software erleben werde.

Elektronische Akte.
Da wir weitestgehend auf Papier verzichten, brauchen wir ein perfektes Handling unserer digitalisierten Akten. Und zwar sowohl auf unseren Kanzlei-Rechnern, als auch auf den mobilen Geräten.

WebAkte.
Fast alle unsere Mandanten nutzen die WebAkte. Deswegen war die Verbindung zwischen der Kanzleisoftware und der WebAkte ein ganz entscheidendes Kriterium. RA-Micro hat die Features der WebAkte fast optimal integriert.

Konvertierung.
Die Datenkonvertierung von einer Kanzleitsoftware stellt keinen Anbieter vor größere Probleme. Die Verknüpfung der Daten in der DATEV-Datenbank mit der WebAkte war die Schwierigkeit. Über 1.000 Akten mußten unter Beibehaltung der Verknüpfung in die Datenbank von RA-Micro übertragen werden. Das war ein Kraftakt, deren Bewältigung uns garantiert wurde.

Bedienung.
Ein weiteres Kriterium ist die Kompetenz der Mitarbeiterinnen. Die meisten ReFa kennen RA-Micro aus ihrer Ausbildung, müssen also nicht erst von uns in das Progamm eingearbeitet werden.

Entwicklung.
Genau wie ich älter und reifer werde und mich dabei an die sich immer wieder ändernden Verhältnisse anpasse, verlange ich das auch von der Software: Wenn es etwas Neues gibt, sollte es auch entwickelt und eingebaut werden.

Wir haben dann uns dann auch gleich noch einen neuen Server gegönnt, auf dem dann die neue Software in aller Ruhe eingerichtet werden konnte, und dann konnte der alte Server abgeklemmt und der neue in Betrieb genommen werden.

Und dann konnte es losgehen, mit der neuen Software RA-Micro.

Es war keine Frage, daß es bei dem Wechsel dennoch zu Problemen und Schwierigkeiten kommen mußte. Ab einer gewissen Komplexität geht das nicht ohne. Am Ende haben es die Techniker von RA-Micro geschafft, uns ein gut funktionierendes System zur Verfügung zu stellen.

Die Techniker von RA-Micro?
Nein! Nicht die Leute aus dem Haupthaus. Es waren die RA-MICRO Berlin Mitte GmbH mit Michael Schucklies und Claudia Nievert, die uns bei dem Umstieg, und Walter Linz, der uns bei der Datenbank-Verknüpfung unterstützt haben.

Nachdem die Anlaufschwierigkeiten behoben waren, die Bedienung der Software auch unter der Haube funktionierte und wir unsere Arbeitsabläufe mit der Software synchronisiert hatten, verzeichneten wir eine Effektivitätzuwachs, der den zeit- und kostenintensiven Umstellungsaufwand rechtfertigte. Wie jede Software hat auch RA-Micro seine Ecken und Kanten, aber in summa paßte es hervorragend.

Bis das Update 2016 kam.
Am 29. Januar 2016, also vier Wochen nach der Veröffentlichung des Updates 2016, habe wir es installieren lassen. Über die sich dann anschließende Odyssee durch den Support dieses Anbieters und über das unglaubliche Verhalten dieser Softwareschmiede werde ich nun fortlaufend berichten.

Bitte schalten Sie ein bei der nächsten Folge, die da heißt: RA-Micro, der Anwendersupport aus der Servicewüste.

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